Freitagsgespräch: 02-2010 „Lüge, Schein & Alibi “
Fotohof, Freitag, 27. August 2010, 19.00 Uhr
Treffen hier zwei Welten aufeinander? Was verbirgt sich hinter den streng konstruierten Fotografien von Beate Gütschow und den klar inszenierten Menschen-Bildern von Bernhard Prinz? Welche Haltung, welcher Anspruch an die Fotografie, an die Kunst kommt hier zum Ausdruck? Oder ist die schöne Lüge nur Alibi und Schein im Landschaftskleid? Beate Gütschow und Bernhard Prinz beleuchten das Wesen und Wirken der Fotografie, diskutieren über Worte, Werke und die Frage: Woher kommt es, das Neue?
Beate Gütschow, * 1970 in Mainz, 1993 - 2000 Hochschule für bildende Künste, Hamburg, 1997 Statens Kunstakademi Oslo. 2009/10 realisierte sie eine große Werkschau in der Kunsthalle im Lipsiusbau in Dresden. Lebt und arbeitet in Berlin.
Bernhard Prinz, *1953 in Fürth, D. Studierte Kunst und Kunstgeschichte in Nürnberg und Erlangen, beschäftigt sich seit 1980 mit Fotografie, unzählige Ausstellungen in Deutschland, u.a. Documenta VIII 1987 in Kassel, und international. Von 1997-2003 unterrichtete er Fotografie an der Universität Essen, seit 2003 in Kassel. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Kassel.
Stefan Becht, *1961 Maikammer, D. Seit 1980 freier Journalist und Autor und im Jahr 2004 Mitbegründer von „gute aussichten - junge deutsche fotografie“. Er lebt und arbeitet in und um Frankfurt/M.
Ein Freitagsgespräch im Fotohof in Zusammenarbeit mit:
„gute aussichten_plattform2 WORK(s)“, 26.-30.8.2010, Haus der Fotografie, Burghausen, www.guteaussichten.org
Freitagsgespräch: 01-2010 „Sexualität und Öffentlichkeit“
Freitag, 19. Februar 2010, 19.00 Uhr
Ausgehend von der aktuellen Ausstellung „EXPOSED“ sprechen Heidi Harsieber und Miklos Boros über ihre Arbeit und diskutieren mit dem Medientheoretiker Ramón Reichert: „Was geschieht mit dem intimen Verhältnis zwischen beobachtetem Subjekt und Beobachter, sobald die Ergebnisse medial verbreitet werden? Welche künstlerischen Konzepte stehen dahinter? Wie könnten in einer Welt allgegenwärtiger Pornographie emanzipatorische Bilder zu Sexualität und Lust aussehen?
Miklos Boros, *1976 in Várpalota, Ungarn, lebt und arbeitet in Linz.
Heidi Harsieber, *1948 in Gloggnitz, lebt und arbeitet in Wien.
Ramón Reichert, Kultur- und Medientheoretiker. Seit 2009 Gastprofessor für „Film- und Medienwissenschaft“ am Institut für
Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Reicherts Forschungen zur Mediengeschichte und -theorie und
zur Analyse kulturell-gesellschaftlicher Prozesse beschäftigen sich mit medienübergreifenden Fragestellungen.
Moderation: Gabriele Wagner / Fotohof
Freitagsgespräch: 05-2009 "Zwischen Auftrag und freier Arbeit"
am Freitag, den 11. Dezember 2009, 19.00 Uhr
Die drei Fotografen erzählen über ihre Arbeitsweise, zeigen Beispiele aus diversen Fotoprojekten und präsentieren dazu ihre aktuellen Fotobuchbände:
„BORN IN BRENNEN“ (Jörg Koopman), „NOT NIIGATA“ (Andrew Phelps) und „WILDLIFE MEMORIES“ (Christina Zück)
Info-links:
www. joergkoopmann.com / www.andrew-phelps.com / www.zueck.wordpress.com / www.mayfried.com
Freitagsgespräch: 04-2009 ROGER PALMER „About Turning“
diesmal am MITTWOCH, den 12. August 2009, 19.30 Uhr
Mit ROGER PALMER
Begrüßung und Moderation: Karin Peyker
Roger Palmer wird in seinem Vortrag “About turning” seine Arbeit Tropic, sowie Auszüge aus früheren Projekten vorstellen.
Die Arbeit Tropic, eine Serie von SW-Fotografien, ist 2008/09 in Australien, Afrika und Südamerika, Orten unterschiedlicher Kolonialgeschichte entstanden, zu einem Zeitpunkt, als sich die Sonne exakt über dem Äquator oder über dem südlichen Wendekreis befand.
Das Wort Tropic bezieht sich auf die „Bewegung“ der Sonne zur Sonnenwende und verweist auf den alten Glauben, dass sich die Sonne zu diesem Zeitpunkt zurück Richtung Äquator dreht. Palmer beschäftigt sich
in jedem Stadium seines fotografischen Projekts mit dem Akt des Abwendens, bezugnehmend auf die jähr-lich stattfindende Sonnenwende.
Roger Palmer ist Professor an der School of Fine Art, History of Art & Cultural Studies an der University of Leeds und unterrichtet 2009 an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg. Lebt und arbeitet in Glasgow.
Freitagsgespräch: 03-2009 Nach Gursky
am Freitag, den 31. Juli 2009, 19.30 Uhr
Mit JÜRGEN BERGBAUER und INGRID HÖLZL
Begrüßung und Moderation: Michael Mauracher
Das historische Spannungsfeld der Fotografie hat sich durch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung entscheidend gewandelt: ihr Oszillieren zwischen Dokumentation und Konstruktion manifestiert sich zunehmend als Ineinandergreifen von Foto und Foto-shop. Der in Leizpig lebende Foto-Künstler Jürgen Bergbauer (geb. 1968) wird anlässlich des Erscheinens seines Buches „Studien nach der Natur“ in der Edition Fotohof im Gespräch mit Medientheoretikerin Ingrid Hölzl diese und andere für die aktuelle Praxis und Theorie der Fotografie relevanten Fragen zur Diskussion stellen.
Ingrid Hölzl, geb. 1979, Medientheoretikerin, Lehraufträge an der Akademie der bildenden Künste Wien, der HGB Leipzig und der FSU Jena. Lebt und arbeitet in Wien.
Freitagsgespräch: 02-2009 Zu Leben und Werk von Gisèle Freund
am Freitag, den 12. Juni 2009, 18.00 Uhr
Mit JESSICA BACKHAUS und TIMM STARL
Begrüßung und Moderation: Rainer Iglar
Die deutsch-französische Fotografin Gisèle Freund zählt zu den bedeutenden künstlerischen und intellektuellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Im Dezember 2008 hätte Gisèle Freund ihren 100. Geburtstag gefeiert.
Jessica Backhaus’ Serie „One Day in November“ ist eine Hommage an die große Fotografin und erzählt von der Beziehung zwischen Gisèle Freund und der damaligen Fotografie-Studentin Backhaus im Paris der 90er Jahre. Aus der klassischen Meister/Schüler-Beziehung entwickelte sich zwischen den beiden - aus unterschiedlichen Generationen kommenden Frauen - eine Freundschaft, die bis zum Tod von Gisèle Freund gedauert hat.
Als Einführung gibt der österreichische Fotohistoriker Timm Starl eine Übersicht zum Oeuvre und der außergewöhnlichen Biografie Gisèle Freunds.
„freitagsgespräche“ ist eine Serie des Fotohofs, die sich mit aktuellen Tendenzen und Fragen zu Theorie und Praxis der Fotokunst auseinandersetzt.
Freitagsgespräch: 01-2009 PIECE OF CAKE
am Freitag, den 1. Mai 2009, 18.00 Uhr
01-2009 PIECE OF CAKE
INTERNATIONAL NETWORK FOR CONTEMPORARY IMAGES
Begrüßung und Moderation: Andrew Phelps„POC“ - Piece of Cake - ist ein internationales Netzwerk junger Foto- und VideokünstlerInnen, die sich regelmässig über eine Webplattform austauschen, präsentieren und neben der eigenen Ausstellungstätigkeit gemeinsame Projekte organisieren.
POC wurde im Jahr 2002 in Rouen/ Frankreich von Charles Fréger gegründet und ist mittlerweile zu einer europäischen Plattform für Fotografie angewachsen, die sich nicht nur virtuell über das Internet organisiert - www.pocproject.com
Anlässlich eines Treffens in Salzburg diskutiert die Gruppe über authentischen Ausdruck, neue fotografische und künstlerische Projekte, sowie über Netzwerke und Foren.
Piece of Cake Mitglieder: Patricia Almeida, Mathieu Bernard-Reymond, Bert Danckaert, Jasper de Beijer, Götz Diergarten, Cassander Eeftinck Schattenkerk, Petros Efstathiadis, Charles Fréger, Marina Gadonneix, Peter Granser, Yann Gross, Matthias Koch, Ville Lenkkeri, Birgitta Lund, Charlott Markus, Loan Nguyen, Andrew Phelps, Vanessa Püntener, Gergely Laszlo & Peter Rakosi, Johannes Romppanen, Friederike von Rauch.
