Jerzy Lewczyński - INFORMÉMENT

Krzysztof Pijarski - JK-KP

08.01.2013
Jerzy Lewczyński - Antyfoto, 1970, silver print, b&w, 18,1 × 12 cm. Courtesy of Museum Gliwice.
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Krzysztof Pijarski - "JL". 50x40 cm, pigment print on Hahnemühle Photo Rag. 2011
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Jerzy Lewczynski - Lubin near Legnica, 80s. Courtesy of Museum Gliwice.
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Krzysztof Pijarski - "KP". 50x40 cm, pigment print on Hahnemühle Photo Rag. 2011
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Jerzy Lewczyński - INFORMÉMENT

Krzysztof Pijarski - JL-PK

kuratiert von Karolina Lewandowska (Warschau)

in der Bibliothek: 
Neue Arbeiten aus der Artothek:
Wout Berger, Nadja Bournonville, Vera Brandner, Harald Gsaller, Ulrike Lienbacher, Klaus Pichler, Markus Oberndorfer, Christian Wachter

In Zusammenarbeit mit der Fundacja Archeologia Fotografii Warszawa

Eröffnung: 24. Jänner, 19:30 Uhr
Einführung: Karolina Lewandowska
Ausstellungsdauer: 25.1. - 16.3. 2013

Öffnungszeiten: Di-Fr 15-19, Sa 11-15

 

Die Ausstellung im Fotohof, kuratiert von Karolina Lewandowska, stellt die Vielschichtigkeit im Werk von Jerzy Lewczyński in den Vordergrund. Die Gegenüberstellung seiner Ikonen, wie „Crucification“ und „Wawel heads“, zusammen mit Schnappschüssen in Farbe und unveröffentlichten fotografischen Notizen in Schwar zweiss, zeigt seinen zeitgenössischen Umgang mit der Darstellung von Realität. Das Unerwartete, das Ironische, Gefundene, Zufällige und Anti-Fotografische - all das begegnet dem Betrachter.  
Jerzy Lewczyński (geboren 1924), ausgebildet als Ingenieur, ist seit den 1950er Jahren ein bedeutender Protagonist der polnischen Kunstszene und zeichnet sich als Fotograf, Historiker und Foto-Aktivist durch einen ironischen Blick  auf die ihn umgebenden, alltäglichen Konstellationen aus.
 
Ende der 1960er Jahre wurden die Themen Vergangenheit und Erinnerung in Lewczyńskis Werk immer wichtiger: er begann  alte, zerstörte Negative zu sammeln, die er dann ausarbeitete und dadurch Menschen, Begebenheiten und Orte wiederaufleben ließ. Aus diesen Arbeiten entstand ein privates Archiv in Lewczyńskis Wohnung – sein eigenes fotografisches Werk gemischt mit gefundenen Bildern, Erinnerungsschnappschüssen, Dokumentationen von künstlerischen Aktionen, Aufzeichnungen, Briefen, historischen Dokumenten und Büchern.  Diese Aufarbeitung  ließ ihn das theoretische Konzept der „Archäologie der Fotografie“ formulieren. 
 
 
Dieser Präsentation klassischer polnischer Fotografie wird eine zeitgenössische Arbeit des Fotografen und Kunsthistorikers Krzysztof Pijarski (geboren 1980) gegenübergestellt. Bezugnehmend auf Lewczyński entwickelte er ein künstlerisches Projekt rund um das Archiv seines Vorbildes. Pijarski wählte einige Motive aus, die wir aus Lewczyńskis Werk kennen, und schuf um diese herum – in Anlehnung an Aby Warburg – Tafelbilder, welche die Zusammenhänge zwischen den Motiven verdeutlichen. In diesen zwölf Bildern wird Lewczyńskis spielerischer Zugang zur Fotografie durch die Arbeit von Pijarski nochmals verdeutlicht.
 
Besten Dank an das polnische Kulturinstitut Wien für die Unterstützung.