Inge Dick − licht weiss

Ausstellung: 22. Juni − 4. August 2018

11.06.2018
Inge Dick - „frühlings licht weiss“, 2015
» Bild downloaden
Inge Dick - „frühlings licht weiss“, 2015
» Bild downloaden
Inge Dick - frühlings licht weiss, 2015 (Ausschnitt)
» Bild downloaden

Inge Dick
licht weiss


Eröffnung: 21. Juni, 19:00
Einführung: Dr. Gerda Ridler
Ausstellungsdauer: 22. Juni − 4. August 2018

Finissage:
2. August 2018, 20 Uhr
das Blaue vom Himmel herab
zu Inge Dicks Lichtarbeit und anderen Erleuchtungen
Sprechperformance von Bodo Hell


FOTOHOF / Inge-Morath-Platz 1-3 / 5020 Salzburg / Austria
 
      
Schon seit vielen Jahren sind die Themen Licht und Zeit bestimmende Konstanten im künstlerischen Werk von Inge Dick. Sie geht dabei einen radikal minimalistischen Weg, etwa indem sie ausschließlich die Lichtfarbe Weiß über lange Zeiträume aufzeichnet. Die dafür verwendeten Medien sind vielfältig: Pigmentfarbe, Polaroids, analoges Filmmaterial und zuletzt auch die direkt gespeicherten Daten digitaler Chips. In fast klinisch weißer Umgebung entstehen über lange Zeiträume Filme, die ganze Tagesverläufe des Lichts im Atelier der Künstlerin aufzeichnen. Aus diesen Daten werden durch Extrahierung und Verrechnung auf einer Ebene großformatige Bilder, die sprechende Titel wie "frühlings licht weiss" erhalten. Ihre künstlerische Arbeit untersucht das Licht mit minimalistischen und ganz direkt wirkenden Verfahren, die Eingriffe der Künstlerin sind auf ein technisches Minimum beschränkt. Trotzdem entstehen daraus faszinierend farbintensive Filme und Bildflächen, die die tatsächliche Zusammensetzung des weißen Lichtes auf sehr sinnliche Weise erfahrbar machen.
          
Inge Dick lebt und arbeitet in einem direkt am Mondsee gelegenen Bauernhof, in dem große Teile des Hofes in weiträumige, meditative Ateliers umgewandelt sind. Diese lichtdurchfluteten Räume mit direktem Ausblick auf den See und den Lichtreflektion des Wassers an den Atelierwänden stellen die ideale Arbeitsumgebung für ihre Erforschungen der ästhetischen Eigenschaften des Lichts dar. Ihre Einflüsse reichen in die puristische Ästhetik der Künstlergruppe ZERO zurück und sie verortet sich auch durch das Studium des Zen-Buddhismus und japanischer Tuschezeichnungen. Ihre Arbeit wird auch immer wieder im Zusammenhang mit der Minimal Art und der Konkreten Kunst genannt.


Inge Dick, *1941 in Wien, lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee.
Bodo Hell, *1943 in Salzburg, lebt in Wien und am Dachstein.