Fritz Macho - Menschen am Land

Aufnahmen von der Salzburger Bergwelt bis zu den Dolomiten des österreichischen Fotografen Fritz Macho, photographiert in den dreißiger Jahren.

Fritz Macho
Fritz Macho: Selbstportrait Alufabrik Lend

97 Bilder
Bildformat in cm: 22X28
Rahmengröße in cm: 40X50 u. 50X65
Kurator: Kurt Kaindl und Fritz Ebner

Fritz Macho (1899-1974) stammt aus dem kleinen Ort Lend im Salzburger Land und hat in der dortigen Aluminiumfabrik als Dreher und Schlosser gearbeitet. Zwei Leidenschaften hat er offenbar gehabt: Bergwanderungen (darüber gibt ein jahrzehntelang geführes Tourenbuch Auskunft) und das Photographieren. Die Aufnahmen, die sich in seiner Hinterlassenschaft gefunden haben und die in diesem Buch mit ihren besten Beispielen vorgeführt werden, sind in den dreißiger Jahren entstanden und damit Zeugnisse eines vergangenen Lebens, das ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Ihren dokumentarischen Wert beziehen sie nicht zuletzt aus der Tatsache, daß hier ein Amateurfotograf am Werk war: Macho fotografierte die Menschen aus seiner nächsten Umgebung, und das gegenseitige Vertrauen ist den Bildern deutlich abzulesen. Man spürt die Freude, die alle Beteiligten beim Entstehen dieser Fotografien gehabt haben, uns sieht das erstaunende Selbstgefühl und die Würde, die sich diese Menschen, ihrem gewiß schwierigen Leben zum Trotz, bewahrt hatten. Von Aufnahmen der Salzburger Bergwelt und Menschenbildern bis zu Aufnahmen von den Dolomiten reicht die Spannweite der Fotografien. In ihnen verbinden sich das Pathos der Berge und das gesteigerte Lebensgefühl des enthusiastischen Wanderers zu einer überzeugenden Einheit. Fritz Macho kann den außerordentlichen Fotografen dieses Jahrhunderts zugerechnet werden. Im gleichnamigen Bildband aus dem Residenzverlag ergänzen Texte von Peter Rosei, O.P. Zier und Peter Weiermair die Fotografien.

 PRESSECLIPS:

Parallele Schräglage

Quelle: Der Standard
Datum: 12.Juli 1999
Autor: Birgit Flos

Die meisten Fotos von Fritz Macho sind "schöne" Aufnahmen der alpinen Landschaft; nichts wirklich Außergewöhnliches. Seine Bergtouren versorgten ihn mit der notwendigen Atemluft, um das Leben in der Fabrikssiedlung (...) zu meistern. Hier haben wir weder eine heroisierende Dokumentation noch eine romantische Verklärung der ländlichen Gegenwelt in ihrem "malerischen" Erscheinungsbild der pflügenden, mähenden oder garbenden Menschen auf dem Feld, noch die Darstellung trachtentragender exotischer Landschafts-Typen - drei der möglichen Genres, wenn sich die bürgerliche Fotografie dem Landleben zuwandten. Kein bißchen Agrarromantik.

 



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