Jutta Benzenberg - Albanisches Überleben

Die Fotografien Jutta Benzenbergs zeigen dieses ärmste Land Europas in einer Zeit des Umbruchs und der Veränderungen.

Jutta Benzenberg

62 Bilder
Bildformat in cm: 25X37
Rahmengröße in cm: 50X65
Kurator: Kurt Kaindl

Kaum ein anderes Land in Europa gibt es, das so lange verkannt und als romantisch exotisches Land mystifiziert worden wäre wie Albanien. Mehr als vier Jahrzehnte hatte die kommunistische Diktatur in einer Abkapselung vom Rest der Welt geherrscht, die von dieser mit Vergessenheit beantwortet wurde. Die deutsche Fotografin Jutta Benzenberg hat gemeinsam mit dem Albaner Ardian Klosi dieses ärmste Land Europas in einer Zeit des Umbruchs und der Veränderungen mehrmals bereist. Ihre Schwarzweißfotos aus den Jahren 1991 und 1992 zeigen die Intensität der Begegnung mit einem nahezu unbekannten Land. Arme Bauern und Bergbewohner, die noch heute wie im Mittelalter leben, ex-politische Gefangene oder Verbannte, die der Welt das traurigste Kapitel in der Geschichte dieses Landes erzählen, Kinder auf eigenartigen Spielplätzen, die Augen von Erwachsenen haben, Frauen, deren Alter durch mehrfache Unterdrückung nicht mehr zu erkennen ist, Landschaften, die Zeichen des Verfalls zeigen. Jutta Benzenbergs Fotografien stellen die albanischen Menschen in den Vordergrund, leidende Menschen, die dennoch lachen und die wichtigste Eigenschaft der Albaner vermitteln, mit allen Mitteln zu überleben. In seinen "Notizen aus einem schwierigen Land" erzählt Ardian Klosi im gleichnamigen Bildband zu den fotografischen Tableaus Geschichten, die zu erklären suchen, warum diese Menschen so leben, wie sie heute leben und warum Europa die Albaner nicht länger der Vergessenheit preisgeben sollte.

Ausstellungsorte:
Passau Mai 1997


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