Kurt Kaindl - Wurzmühle

Industriearchäologie aus dem oberen Waldviertel. Kurt Kaindls Fotoessay dokumentiert die Wurzmühle, eine der ältesten Papiermühlen in Europa.

Kurt Kaindl: Wurzmühle

60 Bilder
Bildformat in cm: 30X40
Rahmengröße in cm: 50X65
Kurator: Kurt Kaindl

Die Ausstellung WURZMÜHLE enthält Schwarzweiß-Fotografien im Stil einer poetischen Dokumentation über eine Papiermühle im nördlichen Waldviertel. Diese Papiermühle ist insofern einzigartig, als die Papiermaschine aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts stammt und gänzlich aus Holz gebaut ist. Bis zum Zeitpunkt der Aufnahme wurden damit noch vor allem Künstler- und Filterpapiere hergestellt. Die Fotografien geben Einblick in die Landschaft und zeigen in ihrem Hauptteil Details der Papiermaschine und den Produktionsvorgang. Die Arbeiten sind Beispiele einer lebendigen Industriearchäologie und zeigen eine Industrieanlage des vorigen Jahrhunderts, die aber bis heute funktioniert, und in der sich der Altbestand mit modernen Zusätzen und Hilfsmitteln vermengt. In detailreichen Nahaufnahmen werden Vorgänge nachempfunden und Strukturen des Materials sichtbar. Der gleichnamige Bildband enthält neben sämtlichen Abbildungen der Ausstellungen auch Texte von Walter Pongratz und Harald Waitzbauer über den Prozeß des Papiermachens und diese alte Industrieanlage. Die historische Entwicklung der Wurzmühle ergänzt die Dokumentation.

Ausstellungsorte:
Salzburg Apr 1994

PRESSECLIPS:

Das unbemerkte Bemerken
Zur fotografischen Recherche von Kurt Kaindl

Quelle: Blickpunkte
Datum: 30.April 1997
Autor: Margit Zuckriegl

Kaindl sieht für uns stellvertretend; er spürt Abgelegenes auf, beobachtet Vorgänge, die sich dem allgemeinen Interesse entziehen, bemerkt gemeinhin Unbemerktes und führt dieses in überraschenden, stringenten Bildserien vor.


Neuer Blick auf alte Industrie

Quelle: Salzburger Nachrichten
Datum: 16.April 1994
Autor: Wolfgang Richter

Kaindl ließ sich bei den Aufnahmen vom ästhetischen Reiz der historischen Schauobjekte uns des Produktionsbetriebs leiten. Die Aufnahmen halten idyllische Lichtstimmungen fest, rücken stillebenartige Arrangements von alten Maschinenteilen ins Blickfeld und beleuchten ausschnitthafte Kompositionen als differenzierte Materialstudien.


Die Papiermühle

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Datum: 04.April 1994
Autor: Fritz Göttler

Sinnlich und traumhaft sind die Fotos, die Kurt Kaindl in der Wurzmühle machte, diesem Ort im "Schwebezustand zwischen einem Produktionsbetrieb und einem historischen Schauobjekt" : zwischen Handwerk und Industrialisierung. In einer selten gewordenen Anschauchlichkeit scheint es auf den Fotos, als würde das Licht selbst die Maschinen bewegen.

 


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