Elina Brotherus- Die Rolle des Modells

im FOTOHOF archiv:
Christian Wachter - EUROPE

Eröffnung: 24. November, 19:30 Uhr
Ausstellung: 25. November 2016 - 21. Jänner 2017

Elina Brotherus - "Salle à manger". aus der Serie: "Les femmes de la maison carré" (2015) Pigment Ink Print, 70 x 104 cm / 90 x 135 cm Courtesy of the artist and gb agency, Paris
 
Die von Gilles Mora für den Pavillon Populaire in Montpellier kuratierte Retrospektive aus 20 Jahren zeigt nun auch zum ersten Mal das fotografische und filmische Werk der finnischen Künstlerin Elina Brotherus in Österreich.
 
Die Ausstellung, die im Anschluss noch im Turku Museum of Art zu sehen sein wird, konzentriert sich im Fotohof vor allem auf die Rolle des Modells im Werk der Künstlerin. Schon 1840 hatte das rätselhafte Selbstbildnis des (Mit-)Erfinders der Fotografie, Hippolyte Bayard, eine allgemeine Verwunderung ausgelöst. Seine Inszenierung als Ertrunkener sollte nicht nur seinen Schmerz über die vermeintlich zu geringe Beachtung für seine bahnbrechende Leistung ausdrücken, sondern zeigt hier zum ersten Mal die Möglichkeit der Verschränkung von Fotograf und Modell in einer Person auf.
 
Dieses Wechselspiel wird bei Brotherus zum Hauptthema (neben ihrer Beschäftigung mit Landschaft) und drückt sich bereits zu Beginn ihres Schaffens in psychologisierenden Selbstdarstellungen aus. Wie zuvor bei Claude Cahun oder etwa auch bei Cindy Sherman ist hier Selbstinszenierung nicht nur Teil einer Reflexion über das eigene Ich zwischen Katharsis und Spiel, sondern auch ganz allgemein als Referenz auf die Bildende Kunst zu verstehen.
 
Die kontinuierliche Arbeit am Bild und der autonome Auftritt im Bild verschafft der Künstlerin die Freiheit, in einer Art Soliloquien, ihre intimen Momente dem Betrachter, wenn auch verschlüsselt, anzuvertrauen und ihn als Verbündeten auf ihren Wanderungen und Reisen durch die Welt teilhaben zu lassen.
 
Elina Brotherus, *1972 in Helsinki, studierte an der Universität für Kunst und Design in Helsinki. Lebt und arbeitet in Helsinki, Finnland and Avallon, Frankreich.



 

 

 

Im FOTOHOF archiv:
Christian Wachter:
EUROPE. rêvée, revue, revisited

Christian Wachter - Europe.Chapter Four, Place Gambetta.
Gelatine silver print on Baryte paper,embossed stamp, 50 x 60 cm
 

Beeinflusst von zentralen europäischen Denkern wie Jacques Rancière, Ferdinand de Saussure und Walter Benjamin begab sich der Österreichische Fotokünstler Christian Wachter im Jahr 1992, direkt nach der Unterzeichnung der Maastrichter Verträge und der Verkündung der Regeln für die neue politische Union, auf die Suche nach den Ideen und Idealen, auf denen das neue Europa sich errichten wird.

In städtebaulichen Arrangements und der Architektur Pariser Plätze (aber auch in Wien und Italien) findet er Zeichen - die nach de Saussure nicht nur abbilden, sondern Realität aktiv produzieren - für das was war und das was kommen wird: "als würde man aus ferner Vergangenheit auf Gegenwart und nahe Zukunft blicken".          
In dieser Serie, die von Christian Wachter 2013 in seinem eigenen Archiv quasi wiederentdeckt wurde, zeigt er in 12 Kapiteln große analoge Barytprints, die mit historischen Schrifttypen erweitert wurden, um einen "formalen Anachronismus zu erreichen und ein strukturelles "Unvernehmen" (Jacques Rancière) in den Beziehungen von Bildern und Legenden mit- und untereinander."

Es ist "keinesfalls eine enzyklopädisch-dokumentarisch-systematisch-topografische Beschreibung von "Europa". Vielmehr eine eigensinnige, sogar "häretische" Geschichtsschreibung, europäische IMAGI−NATIONEN sozusagen."


Christian Wachter, geboren 1949 in Oberwart, lebt und arbeitet in Wien.
www.christian-wachter.at

 

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